Es ist ein Befund, der weit über die übliche Diskussion über Impfnebenwirkungen hinausgeht: In archiviertem Tumorgewebe eines erst 35 Jahre alten Mannes wurden DNA-Sequenzen nachgewiesen, die nach Angaben der Autoren dem Pfizer/BioNTech-mRNA-Impfstoff beziehungsweise dessen Herstellungsplasmid zugeordnet werden können.

Der Tumor befand sich ausgerechnet im Herzen – genauer gesagt im linken Vorhof. Der Patient litt an einem extrem seltenen und aggressiven sogenannten kardialen Intimalsarkom.

Die im September 2026 veröffentlichte Arbeit ist ein Fallbericht und noch kein Beweis dafür, dass die Impfung den Krebs verursacht hat. Aber sie dokumentiert etwas anderes, das für die Sicherheitsbewertung der mRNA-Impfstoffe von erheblicher Bedeutung sein könnte:

Im menschlichen Tumorgewebe wurden mehrere codonoptimierte Spike-DNA-Sequenzen sowie eine Sequenz aus dem Plasmid-Backbone nachgewiesen.

Damit stellt sich eine grundlegende Frage:

Wie gelangt DNA aus dem Herstellungsprozess eines mRNA-Impfstoffes in menschliches Gewebe – und was geschieht dort langfristig mit ihr?

Der Fall: 35 Jahre alt und ein extrem seltener Herztumor

Die Autoren beschreiben einen 35-jährigen Mann ohne bekannte persönliche oder familiäre Krebsvorgeschichte und ohne identifizierte erbliche Krebsveranlagung.

Er erhielt zwei Dosen des Pfizer/BioNTech-Impfstoffes BNT162b2:

  • 1. Dosis: 10. April 2021
  • 2. Dosis: 4. Mai 2021

170 Tage nach der ersten und 146 Tage nach der zweiten Dosis wurde bei ihm ein primäres kardiales Intimalsarkom im linken Vorhof diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt bestanden bereits mehrere Hirnmetastasen.

Das Tumorgewebe wurde 2021 operativ entfernt und archiviert.

Der weitere Verlauf war dramatisch. Trotz Operationen, Chemotherapie, Bestrahlung und mehrfacher neurochirurgischer Eingriffe kam es immer wieder zu Hirnmetastasen.

Der Patient starb 675 Tage nach der Diagnose.

Die Autoren errechneten anhand serieller Bildgebung eine außergewöhnlich kurze Tumorverdopplungszeit von ungefähr zehn Tagen.

Quelle: Hulscher N. et al., Fatal Cardiac Intimal Sarcoma in a 35-Year-Old Male Following COVID-19 mRNA Vaccination: Plasmid DNA Fragments Encoding the S-Protein Detected in Tumor Tissue, Zenodo, 9. September 2026, DOI: 10.5281/zenodo.22677693.

2025 wird das alte Tumorgewebe erneut untersucht

Mehrere Jahre nach der Operation wurde das archivierte Tumorgewebe erneut analysiert.

Dabei extrahierten die Forscher die gesamte DNA aus dem Gewebe und suchten mittels PCR gezielt nach verschiedenen Sequenzen.

Das Ergebnis ist bemerkenswert.

Nach Angaben der Autoren wurden gefunden:

  • drei verschiedene Abschnitte der codonoptimierten Spike-DNA,
  • eine ORI-Sequenz („Origin of Replication“) des verwendeten Plasmid-Backbones.

Der sogenannte SV40-Enhancer wurde in diesem Tumorgewebe dagegen nicht nachgewiesen.

Besonders wichtig ist die Codonoptimierung.

Die im Impfstoff verwendete Spike-Sequenz entspricht nicht einfach eins zu eins der natürlichen genetischen Sequenz des SARS-CoV-2-Virus. Die Sequenz wurde technisch verändert beziehungsweise codonoptimiert, damit menschliche Zellen effizient Spike-Protein produzieren.

Dadurch lassen sich bestimmte Impfstoffsequenzen von der natürlichen Virus-Sequenz unterscheiden.

Die Autoren berichten außerdem, dass in einer separaten Analyse des Gewebes weder SARS-CoV-2-Nukleokapsidprotein noch virales Spike-Protein gefunden wurde.

Der DNA-Befund wurde deshalb von ihnen dem Impfstoff beziehungsweise dessen Produktionsplasmid zugeordnet.

Was ist überhaupt ein Plasmid?

Für Menschen ohne molekularbiologischen Hintergrund ist dieser Punkt entscheidend.

Die mRNA für den Pfizer-Impfstoff entsteht nicht aus dem Nichts.

Zur industriellen Produktion benötigt man zunächst eine DNA-Vorlage. Dazu wird bakterielle Plasmid-DNA verwendet.

Ein Plasmid ist vereinfacht gesagt ein kleiner ringförmiger DNA-Träger, auf dem die Information gespeichert ist, aus der später die Impfstoff-mRNA hergestellt wird.

Die mRNA wird anhand dieser DNA-Vorlage produziert. Anschließend soll die DNA entfernt beziehungsweise auf sehr geringe Restmengen reduziert werden.

Genau deshalb bezeichnet auch die Europäische Arzneimittelagentur EMA residuale DNA als eine prozessbedingte Verunreinigung.

Die EMA wusste von residualer DNA

Ein häufiges Missverständnis muss dabei ausgeräumt werden:

Die Zulassungsbehörden gingen nicht davon aus, dass zwingend absolut null DNA im Endprodukt vorhanden sein würde.

Im öffentlichen EMA-Zulassungsbericht zu Comirnaty heißt es ausdrücklich:

„Residual DNA template is a process-related impurity.“

Auf Deutsch:

Residuale DNA der Vorlage ist eine prozessbedingte Verunreinigung.

Die EMA erklärte damals, die Rest-DNA werde über Spezifikationsgrenzen kontrolliert und diese Grenze werde als ausreichend niedrig angesehen.

Quelle: European Medicines Agency, Comirnaty – EPAR Public Assessment Report, EMA/707383/2020.

Eine entscheidende Frage wurde damit aber noch nicht beantwortet

Die entscheidende Sicherheitsfrage lautet nicht nur:

Wie viel DNA befindet sich in einer Impfstoffdosis?

Sondern auch:

Was geschieht mit dieser DNA nach der Injektion?

Kann sie in Zellen gelangen?

Kann sie über die Injektionsstelle hinaus in andere Gewebe transportiert werden?

Wie schnell wird sie dort abgebaut?

Kann sie längerfristig bestehen bleiben?

Und wurde all dies vor der millionen- beziehungsweise milliardenfachen Anwendung ausreichend untersucht?

32 Impfstofffläschchen untersucht

Eine 2025 in der Fachzeitschrift Autoimmunity veröffentlichte Arbeit von David Speicher, Jessica Rose und Kevin McKernan untersuchte insgesamt 32 Impfstofffläschchen aus 16 verschiedenen Chargen von Pfizer/BioNTech und Moderna.

Die Forscher verwendeten unterschiedliche Messmethoden.

Mit Fluorometrie bestimmten sie die Gesamtmenge der DNA. Dabei fanden sie bei den untersuchten Pfizer-Produkten:

371 bis 1’548 Nanogramm DNA pro Dosis.

Die Autoren verglichen diese Werte mit einem von ihnen herangezogenen regulatorischen Referenzwert von 10 Nanogramm pro Dosis.

Nach ihrer Berechnung lagen die Werte damit nach Korrektur für mögliche RNA-Wechselwirkungen:

36- bis 153-fach über diesem Referenzwert.

Bei Moderna berichteten sie sogar Werte zwischen 1’130 und 6’280 Nanogramm pro Dosis.

Quelle: Speicher DJ, Rose J, McKernan K., Quantification of residual plasmid DNA and SV40 promoter-enhancer sequences in Pfizer/BioNTech and Moderna modRNA COVID-19 vaccines from Ontario, Canada, Autoimmunity, 2025, PMID: 40913499, DOI: 10.1080/08916934.2025.2551517.

Wichtig: qPCR ergab deutlich niedrigere Werte

Für eine seriöse Bewertung muss allerdings erwähnt werden, dass eine zweite Messmethode deutlich niedrigere Werte ergab.

Bei der qPCR werden nicht sämtliche DNA-Moleküle gemessen, sondern bestimmte ausgewählte DNA-Sequenzen.

Für Pfizer lagen die gemessenen Werte je nach Zielregion überwiegend im Bereich von Bruchteilen bis wenigen Nanogramm pro Dosis. Für bestimmte SV40-bezogene Sequenzen wurden bis zu 23,72 Nanogramm pro Dosis berichtet.

Die große Differenz zwischen Fluorometrie und qPCR ist Teil der wissenschaftlichen Diskussion.

Das bedeutet:

Die oft genannten 36- bis 153-fachen Überschreitungen beziehen sich auf die fluorometrische Bestimmung der Gesamt-DNA und dürfen nicht als qPCR-Ergebnis dargestellt werden.

Der grundsätzliche Befund bleibt jedoch bestehen:

Plasmid-DNA wurde in den untersuchten Impfstofffläschchen nachgewiesen.

Die DNA-Fragmente waren teilweise überraschend groß

Mittels Oxford-Nanopore-Sequenzierung untersuchten die Forscher auch die Länge der DNA-Fragmente.

Bei einem untersuchten Fläschchen betrug die durchschnittliche Fragmentlänge ungefähr 214 Basenpaare.

Das längste gefundene Fragment erreichte jedoch rund:

3’500 Basenpaare beziehungsweise 3,5 Kilobasen.

Es handelt sich damit nicht ausschließlich um winzige molekulare Bruchstücke.

Der vielleicht noch brisantere Fall: DNA nach 1’364 Tagen

Im Juni 2026 erschien im Medical Research Archives ein weiterer Fallbericht.

Untersucht wurde ein 55-jähriger Mann, der drei Pfizer/BioNTech-Impfungen erhalten hatte und später zahlreiche gesundheitliche Beschwerden entwickelte.

Über mehrere Jahre hinweg wurden Blut- und Gewebeproben untersucht.

Besonders auffällig ist eine Hautbiopsie:

1’364 Tage nach der letzten Impfung berichteten die Forscher den Nachweis verschiedener Plasmid-DNA-Elemente.

Dazu gehörten:

  • mehrere Spike-DNA-Sequenzen,
  • ORI-Sequenzen des Plasmids,
  • der SV40-Enhancer.

Die PCR-Produkte wurden nach Angaben der Autoren zusätzlich mittels Sanger-Sequenzierung bestätigt.

Quelle: Hulscher N. et al., Persistence of Vaccine mRNA, Plasmid DNA, Spike Protein, and Genomic Dysregulation Over 3.5 Years Post-COVID-19 mRNA Vaccination, Medical Research Archives, Vol. 14, Issue 6, 30. Juni 2026, DOI: 10.18103/mra.2026.0351.

Nicht nur DNA: Auch mRNA und Spike-Protein wurden berichtet

Der Fallbericht geht noch weiter.

Die Autoren berichten:

  • Spike-Protein in bestimmten Immunzellen 852 Tage nach der letzten Impfung,
  • Spike-Protein in Plasma und Exosomen nach 1’173 Tagen,
  • impfstoffassoziierte Spike-mRNA in zirkulierenden Exosomen nach 1’284 Tagen,
  • Spike-Protein in Hautgewebe beziehungsweise bestimmten Zelltypen,
  • Plasmid-DNA-Sequenzen in der Hautbiopsie nach 1’364 Tagen.

Bei mehreren Untersuchungszeitpunkten blieben Nukleokapsid-Antikörper negativ.

Die Autoren interpretieren dies als Hinweis darauf, dass die gefundenen Komponenten nicht durch eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion erklärt werden können.

Auch hier gilt allerdings:

Es handelt sich um einen einzelnen Patienten.

Die Studie sagt deshalb nicht, wie häufig solche Befunde in der Gesamtbevölkerung vorkommen.

Zwei unterschiedliche Fälle – ein ähnliches Muster

Damit liegen nun mindestens zwei publizierte beziehungsweise öffentlich zugängliche Fallberichte mit einem ähnlichen Grundbefund vor:

Fall 1: Plasmidbestandteile in menschlichem Hautgewebe 1’364 Tage nach der letzten Pfizer-Impfung.

Fall 2: mehrere codonoptimierte Spike-DNA-Sequenzen und eine ORI-Sequenz in archiviertem Herztumorgewebe eines 35-jährigen Mannes.

Damit verschiebt sich die wissenschaftliche Fragestellung.

Es geht nicht mehr ausschließlich darum, ob sich residuale Plasmid-DNA in einem Impfstofffläschchen befindet.

Es geht inzwischen auch um die Frage:

Kann impfstoffassoziierte DNA nach der Injektion menschliches Gewebe erreichen und dort über längere Zeit nachweisbar bleiben?

Diese beiden Fallberichte liefern dafür Hinweise, die dringend unabhängig reproduziert werden sollten.

Was sagt die ursprüngliche Zulassung?

Hier wird es regulatorisch besonders interessant.

Im ursprünglichen EMA-Zulassungsbericht zu Comirnaty findet sich ausdrücklich der Hinweis, dass das linearisierte DNA-Template selbst nicht Bestandteil des eigentlichen Endproduktes sein soll.

Gleichzeitig wird residuale DNA als bekannte prozessbedingte Verunreinigung behandelt.

Die EMA akzeptierte entsprechende Grenzwerte.

Die Frage ist deshalb nicht:

„Wusste niemand, dass DNA-Reste existieren können?“

Das wusste man.

Die wichtigere Frage lautet:

Wie umfassend wurde untersucht, was mit solchen Rest-DNA-Molekülen nach der Injektion im menschlichen Körper geschieht?

Keine klassischen Genotoxizitätsstudien

Der ursprüngliche EMA-Bericht enthält einen bemerkenswerten Satz:

„No genotoxicity studies have been provided.“

Es wurden also keine klassischen Genotoxizitätsstudien eingereicht.

Die Begründung lautete im Wesentlichen, dass die Bestandteile des Impfstoffes – Lipide und RNA – kein entsprechendes genotoxisches Risiko erwarten ließen.

Die EMA akzeptierte diese Begründung.

Doch genau hier entsteht angesichts der heutigen DNA-Befunde eine neue Frage:

Wurde das mögliche genotoxische Risiko residualer Plasmid-DNA separat und ausreichend berücksichtigt?

Denn DNA ist biologisch etwas anderes als mRNA.

DNA ist das Molekül, aus dem unser Erbgut besteht. Das bedeutet keineswegs automatisch, dass fremde DNA das menschliche Genom verändert. Aber gerade deshalb existieren regulatorische Anforderungen für Rest-DNA in biologischen Arzneimitteln.

Auch keine klassischen Karzinogenitätsstudien

Auch klassische Karzinogenitätsstudien wurden für Comirnaty vor der Zulassung nicht durchgeführt.

Bei vielen Impfstoffen und kurzfristig angewendeten biologischen Produkten kann ein solcher Verzicht regulatorisch zulässig sein.

Die damalige Begründung beruhte jedoch wiederum wesentlich auf den angenommenen Eigenschaften von mRNA und Lipiden.

Jetzt wird aber eine zusätzliche Frage relevant:

Was ist mit der residualen DNA aus dem Herstellungsprozess?

Wenn solche DNA nicht nur im Produkt gefunden wird, sondern in Einzelfällen auch in menschlichem Gewebe nachgewiesen werden kann, muss nachvollziehbar erklärt werden, wie dieses mögliche Expositionsszenario ursprünglich bewertet wurde.

Wurde eine Integration ins menschliche Genom nachgewiesen?

Nein.

Das ist eine wichtige Grenze der bisher vorliegenden Arbeiten.

Der Nachweis von Plasmid-DNA in einem Gewebe bedeutet nicht automatisch, dass diese DNA in menschliche Chromosomen eingebaut wurde.

Um eine Integration direkt nachzuweisen, müsste beispielsweise eine Sequenz gefunden werden, bei der menschliche chromosomale DNA unmittelbar an eine Plasmid- beziehungsweise Impfstoffsequenz anschließt.

Ein solcher eindeutiger Integrationsnachweis wurde im Herztumor-Fallbericht nicht erbracht.

Aber genau deshalb wäre die nächste Untersuchung naheliegend:

Wo genau befindet sich diese DNA?

Liegt sie frei vor?

Befindet sie sich innerhalb bestimmter Zellen?

Befindet sie sich im Zellkern?

Existieren Integrationsstellen?

Und wenn ja: in welchen Zelltypen?

Beweist der Fund, dass die Impfung den Herztumor verursacht hat?

Auch hier muss sauber getrennt werden.

Nein, der Fallbericht beweist nicht, dass die Impfung diesen Krebs verursacht hat.

Das wäre mit einem einzigen Patienten wissenschaftlich nicht möglich.

Was der Fallbericht jedoch nach Angaben der Autoren direkt dokumentiert, ist:

Impfstoffassoziierte DNA-Sequenzen waren im untersuchten Tumorgewebe nachweisbar.

Das ist keine epidemiologische Korrelation, sondern ein molekularer Gewebebefund.

Die Frage nach der Ursache des Tumors bleibt davon getrennt.

Interessanterweise vermuten die Autoren nicht einmal zwingend eine komplette Krebsentstehung nach der Impfung

Die Autoren des Herztumor-Fallberichtes machten eine Rückrechnung anhand der extrem schnellen Tumorverdopplungszeit.

Der Primärtumor hatte ein Volumen von ungefähr 175 Kubikzentimetern.

Bei einer konstanten Verdopplungszeit von rund zehn Tagen hätte ein Tumor ausgehend von einer einzelnen malignen Zelle nach Berechnung der Autoren ungefähr 350 bis 385 Tage benötigt, um diese Größe zu erreichen.

Zwischen erster Impfung und Diagnose lagen jedoch nur 170 Tage.

Die Autoren halten deshalb eine andere Hypothese für möglich:

Der Tumor könnte bereits mikroskopisch vorhanden gewesen sein und anschließend stark beschleunigt worden sein.

Auch das ist bislang eine Hypothese und kein bewiesener Mechanismus.

Zudem wachsen Tumoren nicht notwendigerweise während ihres gesamten Bestehens mit derselben Geschwindigkeit.

Was tatsächlich als gesichert gelten kann

Aus den hier besprochenen Arbeiten ergibt sich derzeit folgende Abstufung:

1. Plasmid-DNA wird bei der Herstellung der mRNA verwendet.
Das ist unstrittig.

2. Residuale Plasmid-DNA kann im fertigen Produkt vorhanden sein.
Auch die EMA behandelt residuale DNA ausdrücklich als prozessbedingte Verunreinigung.

3. In untersuchten Impfstofffläschchen wurde Plasmid-DNA tatsächlich gemessen.
Speicher, Rose und McKernan berichten entsprechende Befunde in 32 Vials aus 16 Chargen.

4. Die gemessene Gesamt-DNA lag je nach Messverfahren teilweise weit über dem von den Autoren herangezogenen 10-ng-Referenzwert.
Die Höhe ist allerdings stark methodenabhängig.

5. Impfstoffassoziierte Plasmid-DNA-Sequenzen wurden inzwischen in einzelnen menschlichen Gewebeproben berichtet.
Dazu gehören Hautgewebe sowie das archivierte Herztumorgewebe.

6. Eine genomische Integration ist dadurch noch nicht bewiesen.

7. Eine Krebsverursachung durch die Impfung ist dadurch ebenfalls noch nicht bewiesen.

Aber gerade zwischen Punkt 5 und Punkt 6 liegt eine enorme offene Forschungsfrage.

Die entscheidende Frage an die Zulassungsbehörden

Die wirklich brisante Frage ist deshalb nicht:

„Kann man heute bereits beweisen, dass diese DNA Krebs verursacht?“

Sondern:

Welche Untersuchungen wurden vor der Zulassung überhaupt durchgeführt, um auszuschließen beziehungsweise ausreichend zu bewerten, dass residuale Plasmid-DNA nach einer intramuskulären Injektion in menschliche Organe und Gewebe gelangt, dort längerfristig persistiert oder biologisch relevante Wirkungen entfaltet?

Insbesondere müsste geklärt werden:

  • Welche Biodistributionsstudien wurden speziell mit residualer Plasmid-DNA durchgeführt?
  • Wurde untersucht, ob diese DNA Herzgewebe erreichen kann?
  • Wurde untersucht, ob sie Gefäßendothel erreicht?
  • Wurde ihre langfristige Persistenz untersucht?
  • Wurde experimentell nach möglicher genomischer Integration gesucht?
  • Wurde residuale Plasmid-DNA in die Genotoxizitätsbewertung einbezogen?
  • Wurde ihr mögliches karzinogenes Potenzial spezifisch untersucht?
Die Behauptung „die mRNA verschwindet nach kurzer Zeit“ reicht nicht mehr

Die öffentliche Kommunikation rund um mRNA-Impfstoffe beruhte über Jahre wesentlich auf der Vorstellung, die mRNA werde relativ schnell abgebaut und verbleibe nicht dauerhaft im Körper.

Doch residuale Plasmid-DNA ist nicht dasselbe wie mRNA.

Und die neuen Arbeiten stellen zudem auch für andere Impfstoffbestandteile Fragen zur tatsächlichen Persistenz.

Wenn in einem Fall noch nach mehr als dreieinhalb Jahren Spike-mRNA, Spike-Protein und Plasmid-DNA-Sequenzen berichtet werden und in einem weiteren Fall impfstoffassoziierte DNA im menschlichen Herztumorgewebe nachgewiesen wird, kann man diese Befunde nicht einfach mit den ursprünglichen allgemeinen Annahmen zum schnellen Abbau beantworten.

Sie müssen experimentell überprüft werden.

Warum unabhängige Replikation jetzt entscheidend wäre

Fallberichte sind wichtig, weil sie ungewöhnliche Beobachtungen sichtbar machen.

Sie können aber keine Aussage darüber treffen, wie häufig ein Phänomen auftritt.

Deshalb wäre jetzt ein relativ einfaches Forschungsprogramm denkbar:

  • Untersuchung größerer Mengen archivierten Gewebes von mRNA-Geimpften,
  • entsprechende Kontrollgruppen,
  • Blindanalyse in mehreren voneinander unabhängigen Laboren,
  • PCR mit anschließender Sequenzierung,
  • räumliche Lokalisation der DNA innerhalb des Gewebes,
  • Untersuchung einzelner Zelltypen,
  • Suche nach Mensch-Plasmid-Übergangssequenzen,
  • quantitative Bestimmung der DNA-Menge,
  • Vergleich verschiedener Impfstoffchargen.

Damit könnte relativ klar festgestellt werden, ob die bisher berichteten Fälle extreme Einzelfälle darstellen oder ob es sich um ein bislang unterschätztes biologisches Phänomen handelt.

Swissmedic muss erklären, welche Daten vor der Zulassung vorlagen

Gerade für die Schweiz ist deshalb Swissmedic gefordert.

Die entscheidenden Fragen lauten:

Welche konkreten Daten lagen Swissmedic bei der Zulassung zur Biodistribution residualer Plasmid-DNA vor?

Welche Untersuchungen gab es zur langfristigen Persistenz?

Welche Untersuchungen gab es zur möglichen genomischen Integration?

Wurde residuale Plasmid-DNA separat auf Genotoxizität und Karzinogenität untersucht?

Und:

Wie beurteilt Swissmedic heute den direkten Nachweis entsprechender DNA-Sequenzen in menschlichem Gewebe?

BITTEL TV hat Swissmedic hierzu eine Presseanfrage vorbereitet.

Fazit: Der entscheidende Befund ist nicht bloß „Krebs nach Impfung“

Eine bloße zeitliche Abfolge – Impfung und Monate später Krebs – wäre wissenschaftlich nur begrenzt aussagekräftig.

Der neue Herztumor-Fall unterscheidet sich davon.

Hier berichten die Autoren einen molekularen Nachweis mehrerer impfstoffassoziierter DNA-Sequenzen unmittelbar im untersuchten Tumorgewebe.

Das beweist noch nicht, dass diese DNA den Krebs verursacht hat.

Es beweist auch keine genomische Integration.

Aber es verschärft eine Frage, die angesichts der inzwischen vorliegenden Befunde nicht länger mit allgemeinen Beruhigungsformeln beantwortet werden sollte:

Wie weit verteilt sich residuale Plasmid-DNA nach einer mRNA-Impfung tatsächlich im menschlichen Körper, wie lange kann sie dort vorhanden sein – und welche biologischen Konsequenzen kann dies haben?

Millionen Menschen erhielten diese Produkte allein in der Schweiz. Weltweit wurden Milliarden Dosen verabreicht.

Deshalb wäre die angemessene wissenschaftliche Reaktion auf solche Befunde weder vorschnelle Entwarnung noch vorschnelle Gewissheit über einen Krebsmechanismus.

Sie wäre: unabhängig untersuchen, reproduzieren, quantifizieren und vollständig offenlegen.

Quellen

[1] Hulscher N., Rogers C., Craven B., Cosgrove K., Mead M.N., Catanzaro J.A., McCullough P.A.: Fatal Cardiac Intimal Sarcoma in a 35-Year-Old Male Following COVID-19 mRNA Vaccination: Plasmid DNA Fragments Encoding the S-Protein Detected in Tumor Tissue. Zenodo, 9. September 2026. DOI: 10.5281/zenodo.22677693.

[2] Speicher D.J., Rose J., McKernan K.: Quantification of residual plasmid DNA and SV40 promoter-enhancer sequences in Pfizer/BioNTech and Moderna modRNA COVID-19 vaccines from Ontario, Canada. Autoimmunity. 2025;58(1):2551517. PMID: 40913499. DOI: 10.1080/08916934.2025.2551517.

[3] Hulscher N., Schmidt V., Morz M., Rogers C., von Ranke N., Zhang W., Catanzaro J.A., McCullough P.A.: Persistence of Vaccine mRNA, Plasmid DNA, Spike Protein, and Genomic Dysregulation Over 3.5 Years Post-COVID-19 mRNA Vaccination. Medical Research Archives. 2026;14(6). DOI: 10.18103/mra.2026.0351.

[4] European Medicines Agency: Comirnaty – EPAR Public Assessment Report. EMA/707383/2020. Darin unter anderem Angaben zum DNA-Template, residualer DNA als prozessbedingter Verunreinigung sowie zur präklinischen Bewertung.

[5] Pfizer Research and Development: PF-07302048 (Comirnaty) Residual DNA Characterization Report. Später von der EMA veröffentlicht. Der Bericht behandelt Charakterisierung und regulatorische Bewertung residualer DNA in Comirnaty.